Unendliche Freiheiten?

In der heutigen Zeitung ist kein Platz mehr, um Details der turbulenten Glattbacher GRS am letzten Dienstag zu schildern. Aus gutem Grund: Der Bürgermeister einer anderen Gemeinde überdehnt seinen Status viel gewaltiger und zieht so viele persönliche Vorteile aus seinem Amt, dass jetzt der Staatsanwalt ermittelt. Der sehr lesenswerte Bericht quillt über vor pikanten Details. Das kommt davon, wenn der bay. Gesetzgeber den Bürgermeistern zu viel Macht einräumt. Nicht jeder Bürgermeister ist charakterlich so gefestigt, dass er das verkraftet.

 

Und was sagt die Aufsichtsbehörde dazu? Nichts. Man kennt sich, da mischt man sich lieber nicht ein. Selbstbedienung gehört in Bayern irgendwie zur Folklore.

 

Im Zeitungsartikel fehlt die Info, aus welchem Ort im Spessart diese Geschichte kommt. Wer neugierig ist, sollte mal gogeln, welche Gemeinde einen Geschäftsführer sucht. KI liefert zwei Meldungen: Weibersbrunn und Leidersbach. Vorsicht! KI neigt zum Halluzinieren.

 

Themenwechsel: Jetzt, mit zunehmendem Alter tauchen wieder Erinnerungen aus meiner Schulzeit auf. Unser Biologielehrer schilderte uns ein Phänomen, das nicht auf eine Art begrenzt ist: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Er sagte uns auch, dass diese Verhaltensweise nicht auf Krähen begrenzt ist. Seitdem interessiert mich die "vergleichende Verhaltensforschung". Erstaunlich, wie oft man krähenhaftes Verhalten auch bei angeblich "höher entwickelten" Arten findet.