Wasserstoff H2..

.. ist ein Gas,  das zum Träumen verleitet: Wenn man genug davon hätte, könnte man in den Öfen in Haushalt und Industrie das nicht besonders umweltfreundliche Erdgas durch Wasserstoff ersetzen. Auch das hätte Folgen für die Umwelt: Es würde weniger (ungiftiges) CO2 erzeugt werden, aber deutlich mehr (giftiges) NOx (Stickstoffoxid). Der Grund: H2 verbrennt bei 2300 Grad, Methan bei nur 600 Grad. Googeln Sie mal: Warum sind NOx-Gase so gefährlich? 

 

Kernproblem: Wasserstoffgas gibt es nirgends, weil es sehr reaktionsfreudig ist und nur in Verbindung mit anderen Elementen auftritt. Um diese Verbindung (z.B. Wasser) zu zerlegen, benötigt man viel Energie. Wirkungsgrad unter 50%.

 

Aber solche Argumente wischen Grüne beiseite. Im Saarland die Stahlindustrie musste von Jahren die Erzeugung von Stahl beendet werden, weil dabei unzulässig viel Dreck in die Luft geblasen wurde. Jetzt will man den Brennstoff Kohle durch Wasserstoff ersetzen, weil das angeblich viel umweltfreundlicher ist und die Stahlindustrie wieder zum Leben erwecken. Im Saarland gibt es keine Quellen, aus denen Wasserstoff kommt - der soll jenseits der Grenze in Frankreich durch riesige Elektrolyseanlagen aus Wasser erzeugt werden. Dazu braucht man sehr viel elektrischen Strom, und den erzeugt das Kernkraftwerk Cattenom. Trotzdem behauptet man im Saarland, dass man demnächst Stahl mit grünem Wasserstoff schmelzen wird.

 

Gesamtbilanz: Aus Uran erzeugt man elektrischen Strom. Benutzt den, um Wasserstoff zu erzeugen. Damit befeuert man Hochöfen, um Stahl herzustellen. Ein teurer und verlustbehafteter Umweg, um das grüne Gewissen zu beruhigen. Es wäre viel einfacher, die Schmelzöfen direkt mit Strom aus dem Kernkraftwerk zu betreiben. Aber dieser direkte Weg wäre nicht grün.